Unser Namenspatron

Der Nikolaus

Der Nikolaus

Am 06.12.1950, zum Namensfest des Heiligen Nikolaus von Myra (Schutzpatron der Kinder, Bauern und Fischer), wurde der Grundstein der heutigen Nikolausschule in Rüthen gelegt.

Der Heilige Nikolaus, als schon bestehender Schutzpatron der Stadt, ist von dem Tag an auch Namensgeber für unsere Schule.

Die Nikolausschule betrachtet es als ihre Aufgabe, Kinder im sozialen Handlungsfeld zu erziehen, Mitschülern und anderen Mitmenschen zu helfen sowie Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Helfen und soziales Handeln ist, ausgedrückt durch das Lebensziel des Heiligen Nikolaus, ein Schwerpunkt unserer Grundschularbeit.

Die religiöse Erziehung wird im Schulalltag mit den Kindern gelebt – durch Rituale, Religionsunterricht, Schulgottesdienste und religiöse Feste und Feiern.

Nikolaus hilft in der Hungersnot

Damals, als der heilige Nikolaus Bischof in Myra war, herrschte einmal eine große Hungersnot. Das Jahr über hatte es so viel geregnet, dass die ganze Ernte verdorben war. So konnten die Bauern kein Getreide ernten. Die Müller konnten kein Mehl mahlen. Und die Bäcker konnten kein Brot backen. Die Geschäfte waren leer. Die Kinder weinten vor Hunger. In Myra herrschte einen schwere Hungersnot. „Gott hat uns verlassen!“ sagten die Menschen. Doch Bischof Nikolaus tröstete sie. „Betet!“ sagte er. „Gott wird uns bestimmt helfen!“
Und wirklich, eines Tages legte ein großes Schiff im Hafen an, das hoch mit Korn beladen war. Von diesem Korn könnten alle satt werden. Die Menschen liefen zu dem Schiff und bettelten um das Korn. Sie wollten viel Geld dafür bezahlen. Doch die Seeleute waren nicht bereit, ihnen das Korn zu überlassen. Sie fürchteten sich vor dem Eigentümer des Schiffes, zu dem sie das Korn bringen sollten. „Unser Herr wird meinen, wir hätten ihn bestohlen“, sagten sie. „er wird uns schwer bestrafen!“
Da ging Bischof Nikolaus selbst zu den Seeleuten und bat um das Korn. Er sagte: “Helft den armen Menschen. Wenn ihr uns ein paar Säcke Korn abgebt, braucht ihr keine Angst zu haben. Wenn ihr zu dem Eigentümer eures Schiffes kommt, wird euch bestimmt nicht ein einziges Korn fehlen!“
Weil der Bischof so überzeugend mit ihnen sprach, glaubten sie ihm schließlich. Sie schleppten viele Kornsäcke vom Schiff herunter und schenkten sie den Leuten. Bischof Nikolaus sorgte dafür, dass das Mehl gemahlen wurde, dass Brot gebacken werden konnte und jeder seinen gerechten Teil erhielt. Alle aßen und wurden satt.
Als die Seeleute aber später zu dem Eigentümer des Schiffes kamen, stellten sie fest, dass nicht ein einziges Korn aus ihrer Ladung fehlte. Bischof Nikolaus hatte sie nicht belogen.

Aus: Geschichten im Advent
Herausgegeben von Rolf Krenzer
Lahn- Verlag Limburg

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