Einschulung

Schuleingangsphase...
… oder wenn mein Kind in die Schule kommt

In diesem Abschnitt des Schulprogramms geht es um zwei Phasen des Schuleintritts:
Die erste liegt außerhalb der Grundschulzeit und umfasst etwa die letzten eineinhalb Jahre eines Kindes im Kindergarten bzw. bevor es seinen ersten Schultag hat.
Die zweite, die sogenannte „Schuleingangsphase“, umfasst den Zeitrahmen, den ein Kind vom ersten Schultag an benötigt, bis es in das dritte Schuljahr versetzt werden kann; diese kann nach einem Jahr abgeschlossen sein, aber auch drei Jahre dauern.

VOR DEM ERSTEN SCHULTAG
Etwa zweieineinhalb Jahre bevor ein Kind in die Grundschule eingeschult wird, lädt die Stadt Rüthen alle Eltern der 4-5jährigen Kinder (einschließlich der Kallenhardter Eltern) zu einer Informationsveranstaltung in die Nikolausschule ein, bei der alle sechs Kindergärten und die Schule zu vorschulischen Fördermöglichkeiten, Sprachstandserhebungen und zur Einschulung in die Grundschule beraten. Diese Veranstaltung wird geleitet von Frau Falkenstein; zudem stellt die OGS-Leitung die offene Ganztagsgrundschule vor.

Die Sprachstandserhebung "Delfin, Stufe 1" wird ab 2015 nicht mehr von den Schulen durchgeführt, sondern es soll eine alltägliche sprachliche Begleitung und Förderung durch die Erzieherinnen in den Kindergärten stattfinden. Die Stufe 2 des Delfin-Tests "Das Pfiffikushaus" wird weiterhin von den Schulen für die Kinder durchgeführt, die keinen Kindergarten besuchen und zusätzlich für die Kinder, die zwar einen Kindergarten besuchen, deren Eltern aber einer schriflichen Bildugsdokumentation durch den Kindergarten nicht zustimmen.

Oft schon ein Jahr vor ihrer Einschulung werden die SchulanfängerInnen schulärztlich untersucht.

Ein dreiviertel Jahr vor Schulbeginn (in der Regel im November) werden die Kinder des kommenden ersten Schuljahres von ihren Erziehungsberechtigten in der Grundschule angemeldet. Hierbei werden die notwendigen Daten des Kindes im Sekretariat aufgenommen. Anschließend erhebt jeweils ein/e Lehrer/in der Nikolausschule das Schulfähigkeitsprofil des einzelnen Schülers. Dazu ziehen sich Lehrer/in und Kind zurück, um Aufgaben aus den Bereichen

- Fein- und Grobmotorik
- fachliche Kompetenzen (Mathematik und Sprache)
- Wahrnehmung
- soziale Kompetenzen
- Arbeitsverhalten

in Ruhe durchführen zu können.

Sofern die Erziehungsberechtigten ihre Einwilligung geben, findet möglichst zeitnah ein Austausch zwischen den Erzieherinnen der Kindergärten und LehrerInnen der Grundschule über die Kinder des kommenden ersten Schuljahres statt.
Hier soll es um den derzeitigen Entwicklungsstand gehen, insbesondere aber um notwendige Fördermaßnahmen innerhalb und außerhalb des Kindergartens und Elternhauses in der Zeit bis zur Einschulung, immer mit dem Ziel, das Kind „dort abzuholen, wo es am Ende der Kindergartenzeit steht“, mit dem Wissen über seine Stärken und Schwächen.

Im Mai/Juni besuchen die kommenden SchulanfängerInnen in Rüthen mit ihren Kindergartengruppen die Kinder der ersten Klassen und lernen das Schulgebäude und das Arbeiten in der Nikolausschule kennen.
Im Teilstandort Kallenhardt nehmen sie bei ihrem Besuch in der Schule an einer Unterrichtsstunde des 1. Schuljahres und anschließend an der großen Pause teil.

In Rüthen findet kurz vor den Sommerferien ein Informations-Abend statt, der von Frau Falkenstein geleitet wird.
Auch in Kallenhardt findet kurz vor den Sommerferien ein solcher Abend für die Eltern der SchulanfängerInnen statt, an dem die Eltern wichtige Informationen von dem/r zukünftigen Klassenlehrer/in zur Einschulung und auch eine Materialliste für Klasse 1 erhalten. In diesen Tagen besucht die Klassenlehrerin des kommenden ersten Schuljahrs auch die Kallenhardter Schulkinder im Kindergarten und bringt dazu einen persönlichen Brief an die Kinder mit, der sie durch eine Malaufgabe o.ä. auf ihren ersten Schultag einstimmt. Eine Einladung zum ersten Schultag erhalten die Familien in Kallenhardt in den Sommerferien.

AB DEM ERSTEN SCHULTAG
Am zweiten Schultag des neuen Schuljahres werden die SchulanfängerInnen offiziell eingeschult. Es findet zunächst ein ökumenischer Gottesdienst in der Nikolauskirche in Rüthen statt, in Kallenhardt (Teilstandort) wird der Gottesdienst katholisch gefeiert. Anschließend begleiten die Eltern ihre Kinder zu einer Begrüßungsfeier in die Schule (Kallenhardt) oder in die Rombergturnhalle (Rüthen). Von dort aus führen die KlassenlehrerInnen die Kinder in die jeweiligen Klassenräume. Dort findet ihre erste Unterrichtsstunde statt. Die Eltern werden in dieser Zeit von Frau Falkenstein über allgemeine Dinge des Schullebens informiert. In Rüthen und Kallenhardt stellt sich in diesem Rahmen auch der Förderverein vor in Verbindung mit einer kleinen Bewirtung der Eltern. In Kallenhardt besucht der Förderverein zusätzlich die erste Klassenpflegschaftssitzung.
Informationen zum Ablauf dieses ersten Schultages sind der Einladung zum ersten Schultag beigefügt, ebenso eine Liste über die anzuschaffenden Materialien.

Der Unterricht der Schuleingangsphase findet in Rüthen jahrgangsbezogen, in Kallenhardt jahrgangsübergreifend statt.

In den ersten beiden Wochen des ersten Schuljahres wird ein weiterer Test zur Überprüfung der Basiskompetenzen von den KlassenlehrerInnen durchgeführt. Da die Tests mit der Hälfte der Klasse durchgeführt werden, ist hier eine Unterstützung durch eine Zweitkraft nötig.

In besonderen Einzelfällen werden Kinder mit dem Computerprogramm „Förderdiagnose 2.0“ in einem differenzierten Einzeltest nochmals überprüft, welcher genauere Angaben über bestehende Defizite liefert. Etwa zum Zeitpunkt der Herbstferien können die Erkenntnisse der verschiedenen Tests genutzt werden, um individuelle Fördermaßnahmen zu planen und diese in Förderplänen zu dokumentieren.

Die KlassenlehrerInnen setzen die Fördermaßnahmen um durch:

- innere Differenzierung im Unterricht
- innere Differenzierung in zwei Förderstunden
- Einbeziehung des Elternhauses
- Einbeziehung von PraktikantInnen
- Einbeziehung der GU-Kraft

sofern die personellen Ressourcen zur Verfügung stehen:

-
in zwei zusätzlichen Förderstunden als Förderband im 1. Halbjahr (Später werden daraus die Englischstunden.)
- durch äußere Differenzierung bei Doppelbesetzung
- durch außerschulische Maßnahmen (z.B. Schulberatungsstelle)

Zur Unterstützung der individuellen Förderung in der Schuleingangsphase kann Frau Prinz als Schulsozialarbeiterin hinzugezogen werden.

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