Waldjugendspiele

  1. Kurzer Überblick über das Projekt

Am 21.09.2017 haben sich die vierten Klassen aus Rüthen gemeinsam mit der Klasse 3/4 aus Kallenhardt mit dem Bus auf den Weg zu den Waldjugendspielen in Möhnesee-Günne gemacht.

Bei einem ca. dreistündigen Aufenthalt im Wald haben die Kinder viel gelernt und erlebt. In Kleingruppen waren sie als Forscher unterwegs. An den verschiedenen Stationen wurden die Sinne der Kinder auf unterschiedliche Art und Weise angeregt und der Wald so unter die Lupe genommen.

Gleich zu Anfang standen die Waldtiere im Mittelpunkt der Entdeckungen. In Sand gedrückte Spuren verschiedener Tiere wurden hier von den Kindern mit den Abbildungen in ihrem Wald-Forscherheft verglichen und die Tiere benannt. Auch bei der rollenden Waldschule, an der ausgestopfte Tiere betrachtet und beschrieben wurden, galt es, nähere Informationen über die Tiere kennen zu lernen. Ein Highlight hier: leckere Wildwurst zum Probieren. Auch Jagdhunde, deren Eigenschaften und Aufgaben, wurden im weiteren Verlauf der Walderkundung zum Thema, sodass keine Frage offen blieb.

Neben der Tierwelt wurde natürlich auch die Pflanzenwelt genauestens erkundet. Vom Zuordnen bestimmter Blätter und Früchte zu der jeweiligen Baumart über Schätzungen zur Höhe und Breite von Bäumen war alles dabei. Auch das Bestimmen des Alters eines Baumes anhand der Jahresringe durfte nicht fehlen. Besonders interessant für die Kinder war hier eine „zweispitzige“ Fichte, deren Spitze vor Jahren durch nassen Schnee abgebrochen ist, sodass sich dann zwei Spitzen gebildet haben.

Die Ohren spitzen mussten die Kinder natürlich auch. Eine Minute der Stille im Wald lauschen war an einer Station gefragt. Interessant, wie viele Geräusche rund um den Wald man in dieser Minute wahrnimmt!

Kurz vor dem Zieleinlauf erwartete die Kinder die spannende und zugleich sehr duftende Station der Douglasie. Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika und bringt beim Zerreiben der Nadeln einen erfrischenden Duft mit sich, der an Weihnachten und Zitronen/Orangen erinnert. Herrlich!

Nachdem auch der Tastsinn an Fühlkästen, gefüllt mit Gegenständen aus dem Wald, aktiviert wurde, war die Walderkundung perfekt.

Mit tollen Urkunden, vielen neuen Eindrücken und ganz viel Zufriedenheit im Gepäck konnten alle gemeinsam die Heimreise antreten und sowohl zu Hause als auch am nächsten Schultag noch viel von den Waldjugendspielen erzählen.

  1. Ziele:

Die SuS sollen im Klassenverband, aufgeteilt in Kleingruppen, ohne Wettkampfcharakter an unterschiedlichen Stationen Entdeckungen rund um den Lebensraum Wald machen und diesen mit allen Sinnen erforschen und wahrnehmen. Sie setzen sich handelnd mit dem wichtigen Lebensraum auseinander und verstehen, wie wichtig der Wald für Pflanzen, Tiere und auch uns Menschen ist. Jeder Einzelne soll sich so immer mehr als Teil seiner Umwelt sehen.

 

  1. Ein Beitrag der Kinder

Die Klassen 4a, 4b, 4c und 3/4 k sind gemeinsam zu den Waldjugendspielen des Liz (Landschaftsinformationszentrum) gefahren.

Dort haben wir viele Abenteuer erlebt. Wir mussten an einer Station Bäume erkennen, Tierspuren zuordnen, die Höhe eines Baumes schätzen, Jahresringe zählen oder auch in Kisten etwas erfühlen. An einer Station waren sogar Hunde dabei. An der Hundestation wurde ein Betreuer von einer Wespe gestochen. Das tat bestimmt weh. Es gab auch eine Picknickstation, an der wir mitten im Wald gemütlich frühstücken konnten.

Am Ende bekamen wir alle eine Urkunde und dann sind wir mit dem Bus zurückgefahren.

Wir fanden die Waldjugendspiele toll!

(Maren, Corbin und David, 4c)

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